Eine Reise, die weit von hier begann
Es gab eine Zeit, in der diese Poster eine Nebentätigkeit waren. Fast ein stiller Tanz am Rande eines anderen Lebens.
Die allerersten Reiseposter wurden für die Boutique eines Hotels in Sri Lanka geschaffen. Sie entstanden aus Licht, aus Landschaften, aus dem Wunsch, ein Gefühl einzufangen statt nur eine Ansicht. In diesem Moment gab es keinen langfristigen Plan, keine Galerie, keine Roadmap. Nur die Freude am Schaffen.
Dann veränderte sich das Leben. Zehn Jahre Arbeit und Investitionen verschwanden mit der Covid-Krise. Was einst ein Tänzer war, wurde plötzlich zum Brotbäcker. Die Poster waren nicht länger eine Nebensache. Sie wurden zum Mittelpunkt.
Schritt für Schritt begann etwas zu wachsen.
Von kleinen Auflagen zur internationalen Anerkennung
Die ersten Presseerwähnungen kamen still und leise. Dann folgten größere Berichte. Die Aufnahme in den Assouline Travel Series Guide, der St Barth gewidmet ist, markierte einen Wendepunkt. Sie stellte MyRetroPoster in einen globalen Dialog über Reisen, Kultur und visuelles Gedächtnis.
Kurz darauf eröffnete die erste Galerie in Sitges. Ein echter Raum. Wände statt Bildschirme. Gespräche statt Klicks. Ein Ort, an dem Besucher die Papierstruktur sehen, die Rasterdetails verstehen und die Künstler hinter den Werken kennenlernen konnten.
Die Reise setzte sich mit institutioneller Anerkennung fort, unter anderem mit einer Präsenz im Mucem, was die Idee stärkte, dass Reiseposter keine nostalgischen Objekte sind, sondern Teil einer lebendigen visuellen Kultur.
Ein neues Kapitel im Gotischen Viertel
Heute beginnt ein neues Kapitel in Barcelona.
Unsere zweite Galerie befindet sich im Gotischen Viertel, in der Carrer del Call 22, an einer Ecke, die die farbenfrohe Fülle der La Boqueria mit der stillen Erhabenheit der Kathedrale verbindet. Nur wenige Schritte entfernt erinnern der Plaça Sant Jaume und die Pont del Bisbe die Besucher daran, dass dieses Viertel von Geschichte durchdrungen ist.
Die Galerie liegt auf einer natürlichen Fußgängerroute, die täglich von Reisenden und Einheimischen gleichermaßen genutzt wird. Zwischen farbenfrohen Marktständen und engen mittelalterlichen Gassen fühlt es sich wie der richtige Ort an, damit Reiseposter hier leben können.

Ein Raum, um die Künstler zu treffen
Wie in Sitges werden Besucher oft Alecse oder Cha persönlich treffen. Die Galerie ist nicht nur ein Verkaufsraum. Sie ist eine Erweiterung des Ateliers, ein Ort des Austauschs. Eine Gelegenheit, über ein Reiseziel, eine Erinnerung zu sprechen oder ein Poster signieren zu lassen.
Die Eröffnung dieser zweiten Galerie dient nicht der Expansion um der Expansion willen. Es geht darum, die Arbeit in einer Stadt zu verankern, die Besucher aus aller Welt empfängt und dabei tief lokal bleibt.
Neue Poster für einen neuen Anfang
Zur Feier dieser Eröffnung wurden neue Poster speziell für Barcelona geschaffen. Weitere sind bereits in Arbeit und werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Jedes einzelne setzt das gleiche Engagement für limitierte Auflagen, visuelles Erzählen und sorgfältige Details fort.
Weitere Geschichten werden folgen. Mehr Poster. Mehr Reiseziele.
Aber heute zählt dieser Moment.
Von einer Hotelboutique in Sri Lanka bis zu einer Ecke im Gotischen Viertel von Barcelona war die Reise alles andere als linear. Sie war zerbrechlich, widerstandsfähig, manchmal unsicher, immer aufrichtig.
Und wir sind zutiefst dankbar für alle, die diesen Weg ein Stück mit uns gegangen sind.